Von Suse | 17.03.2021 | Lesezeit: 4 Minuten

#Schritt 1 – Du vs. Schreibblockade

Das Geheimnis eines guten Textes? Er schreibt sich wie von selbst. Pustekuchen! Die Wahrheit ist auch unter Profis eher weit davon entfernt. Du bist kein Profi-Texter und du musst auch keiner sein. Es gibt einfache Techniken, die du nutzen kannst, um gute Texte zu verfassen.

Frau mit Schreibblock

Schwein gehabt! Heute musst du noch gar nichts ausformulieren. Auch nicht deine Rechtschreibregeln hervorkramen oder den Online-Duden befragen.
Heute textest du erstmal nicht. Zumindest keine schmissig formulierten fertigen Zeilen, die perfekt aufeinander folgen.

Aber fangen wir am Anfang an. Das heißt, mit dem Einstieg in deinen Text. Und der beginnt vor einem furchteinflößend leeren weißen Blatt. Nun ist es an dir, deine Gedanken zu Papier zu bringen.

Du hast zwei Möglichkeiten, diese niederzuschreiben: Freewriting oder Outlining. Wir stellen dir beide Techniken vor und du findest für dich heraus, welche besser bei dir funktioniert.

 

Freewriting:

Schritt 1: Leer den Kopf aus

Beim Freewriting lässt du hemmungslos raus, was dir in den Sinn kommt. Du schreibst ohne Unterbrechung alles nieder, was dir zu diesem Thema im Kopf herumschwirrt: Daten, Zahlen, Fakten, Statements, Assoziationen, Infos, die du recherchiert hast oder die dein Kunde dir mitgegeben hat. Das können einzelne Wörter, Wortkombination oder Sätze sein. Wichtig ist, dass du den Stift nicht absetzt.

Schritt 2: Ordne deine Niederschrift

Kurze Pause. Frischer Kaffee. Kurz mal aufstehen. Zurück ans Werk. Jetzt betrachtest du deinen geschriebenen Textsalat und reflektierst. Kommen beim Lesen noch ein paar wertvolle Ideenimpulse? Wenn nicht, beginnst du nun, Inhalte zu strukturieren und all deine Zeilen nach Themen oder Argumenten zu gliedern. Es ist ganz normal, dass dabei auch ein paar Punkte wieder rausfliegen, die doppelt vorkommen oder beim genaueren Nachdenken keine Relevanz mehr haben.

 

Outlining:

Schritt 1: Erst das Gerüst, dann der Inhalt

Beim Outlining geht’s genau andersrum. Denn Outlining bedeutet: du ziehst erst den roten Faden für die Struktur deines Textes und füllst im zweiten Schritt den Zwischenraum mit Inhalt. Das bedeutet aber auch: du musst vorher etwas länger nachdenken, bevor du zu Schreiben beginnst. Ungeachtet aller Infos baust du im ersten Schritt eine logische Themenfolge auf. Du überprüfst sie auf Vollständigkeit und Relevanz. Der Vorteil: weder wirst du im späteren Schreibprozess deinen Text überladen, noch vergisst du Punkte, die dir wichtig sind.

Schritt 2: Ausmalen mit Worten

Nun hast du eine Konturenlinie und kannst den Rest deines Textes schon deutlich leichter ausmalen. Vielleicht steht ein Stichpunkt bereits Pate für eine Zwischenüberschrift?
Jetzt schreibst du los, kannst ausschmücken, Formulierungen suchen, prüfen, wo noch Argumentationslücken sind oder auch Punkte zusammenfassen. Du kannst dabei von Anfang an auf einen lebendigen Schreibstil achten, weil die Inhalte alle schon vor dir liegen.

 

Der Anfang ist geschafft!

Genug für heute. Du kannst zufrieden mit dir sein. Du hast zwar noch keinen fertigen Text, aber zumindest ein gutes Gerüst, an dem du dich entlang hangeln kannst. Im nächsten Teil unseres Text-Crash-Kurses geben wir dir einige Tipps und Tricks, wie du die passende Tonalität für deine Texte findest. Schau also bald wieder vorbei!

ARTIKEL TEILEN: